Verein des Wissens Immobilienkauf - gewusst wie!

Immobilienkauf - gewusst wie!

Damit es hell bleibt

Ob ein Haus eine gute elektrische Versorgung hat, lässt sich schnell und einfach klären. Ein Blick in den Sicherungskasten und Sie ahnen, ob in naher Zukunft mit einer größeren Reparatur zu rechnen ist. Immer dann nämlich, wenn Sie zum einen noch die alten Schraubsicherungen sehen, ist Gefahr im Anzug. Zum anderen, wenn weniger als sechs Sicherungen zu sehen sind, ebenfalls.

Denn beides deutet auf einen sehr alten Zustand hin, was bedeutet, dass der Sicherungskasten beizeiten ausgewechselt werden muss. Doch mit einem neuen Sicherungskasten allein ist es in aller Regel nicht getan. Denn jeder Stromkreis muss ja abgesichert sein.

Mit anderen Worten: Der Elektriker wird durch das gesamte Haus neue Kabel ziehen müssen, die allesamt im neuen Sicherungskasten verdrahtet werden. Können Sie sich vorstellen, was das für eine Arbeit ist? Nein? Ja, dann warten Sie einmal die Rechnung des Elektrikers ab. Denn die Arbeiten werden im Stundenlohn erledigt. Jeder laufende Meter Kabel muss unter Putz gelegt sein. Deshalb wird die Wand aufgeschlagen, das Kabel verlegt und wieder zugespachtelt.

Dann kommt darüber eine neue Tapete und fertig ist die Laube. Was hier in zwei Sätzen beschrieben ist, grenzt im Haus an Ausnahmezustand. Die armen Mieter, die sich über Tage mit diesem Dreck herumplagen müssen. Deshalb gilt: Je neuer der Sicherungskasten, desto weniger Stress werden Sie mit Ihrer Hauselektrik haben.

Möchten Sie einen Neu- oder Altbau kaufen?

Für einen Investor stellt sich immer wieder die Frage, ob er denn nun einen Alt- oder Neubau kaufen sollte. Sie werden als Nutzer eines Eigenheims andere Maßstäbe anlegen als ein Investor einer zu vermietenden Immobilie. Hier muss man ganz nüchtern und leidenschaftslos kalkulieren. Insofern hat ein Neubau den Vorteil, dass auf Jahre Reparaturen oder aufwendige Modernisierungen ausgeschlossen werden können. Bei Altbauten kann nie jemand verbindlich sagen, wie es um den Erhalt dieser Immobilie steht. Bei Häusern aus zweiter Hand ist daher immer wichtig, in der Erwerbsphase auf eine möglichst hohe Modernisierung zu achten.

Der Trick mit dem Magneten

Sie wissen genauso wenig wie wir, was sich hinter einer Wand verbirgt. Schöne Tapeten, neuer Anstrich, Holzverkleidung oder auch vorgestellte Schränke verheimlichen mitunter das, was sich in einer Wand abspielt. Sie werden nicht erkennen, ob Eisen- oder Kupferrohre in den Wänden verlegt wurden. Ein Magnet kann hier gute Dienste leisten.

Er entlarvt Eisenrohre, die heute nicht mehr zeitgemäß sind. Je älter diese Rohre sind, desto sicherer dürfen Sie sein, dass hier bald mit einem Austausch zu rechnen ist. Denn Eisen rostet, das ist unstrittig. Da Wasser durch die Rohre fließt, ist es also nur noch eine Frage der Zeit. Mehr nicht. Ein Austausch dieser Rohre ist daher unerlässlich. Kaufen Sie heute eine Immobilie, achten Sie darauf, dass nur noch Kupferrohre verarbeitet wurden. Ist das nicht der Fall, klären Sie einen möglichen Austausch oder verzichten Sie auf die Immobilie. Ihre Brieftasche dankt es Ihnen.

Ein Feuerzeug sagt mehr als tausend Worte

Stecken Sie bei allen Besichtigungen unbedingt ein Feuerzeug ein. Schlecht dichtende Fenster und Türen lassen sich bei gutem Wetter nicht ausmachen. Ein Trick sorgt für Aufklärung. Stellen Sie sich hierzu in die Mitte des Raumes und zünden Sie Ihr Feuerzeug in einer Höhe von ca. 10 cm über dem Fußboden. Bewegt sich die Flamme, ist die Dichtung nicht in Ordnung. Steigt sie dagegen konstant nach oben, ist der Raum gut abgedichtet. 

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