Persönlichkeit - Ziele-Selbst-Coaching 3

Eine Voraussetzung authentische Ziele zu finden, ist, dass Sie sich selbst gut kennen. Ihre Persönlichkeit spielt eine große Rolle. Ich persönlich war mir nicht immer 100%ig klar, wer ich im Innersten bin, wie ich ticke, was mir wirklich wichtig ist, was daran liegen kann, dass wir hin und wieder fremdgesteuert sind. Kennen Sie das? Sie tun Dinge, die Ihnen nicht gefallen, bei denen Sie sich nicht wohl fühlen, die nicht zu Ihnen passen – Sie tun sie trotzdem. Mancher hört schon zum 300ten-mal auf zu rauchen. Dabei ist Rauchen wirklich richtig dumm. Sie glauben doch nicht im Ernst, dass Ihre Lungen dafür gemacht sind, oder?

Ziele und Persönlichkeit

Persönlichkeit besteht aus dem Zusammenspiel von Erbgut und Umwelt. Beides beeinflusst sich beim Bilden und dauerhaften Entwickeln der Persönlichkeit gegenseitig, und zwar ständig. Heute sprechen Wissenschaftler von den „Big Five“, den fünf Faktoren, mit denen sich die Persönlichkeit eines Menschen erfassen lässt:

  • Offenheit
  • Verträglichkeit
  • Gewissenhaftigkeit
  • Extraversion – z.B. Herzlichkeit, Geselligkeit, Aktivität, Frohsinn
  • Neurotizismus z.B. Ängstlichkeit, Reizbarkeit,  Verletzlichkeit

Jens Asendorpf ist der deutsche Experte, wenn es um Persönlichkeitsentwicklung geht. Er meint, das ICH sei bis ins hohe Alter veränderbar. Die lange geltende Theorie, dass der Kern der Persönlichkeit angeboren ist und dann stabil bleibt, gilt als überholt. Dass mit rund 30 Schluss sein soll, die Persönlichkeit dann ausgebildet und festgelegt ist, weil sich Gehirnzellen kaum noch nach- und ausbilden würden, ist heute widerlegt.

Diese Entschuldigung haben Sie also nicht mehr, wenn Sie über 30 sind. Dafür haben Sie Chancen. Beispielsweise die Chance an Ihrer Persönlichkeit zu feilen, sich zu ändern, Ihrer Wunsch-Persönlichkeit näher zu kommen. Was Ihnen heute an sich nicht gefällt, können Sie weiter beeinflussen, denn die Nervenzellen des Hirns, Sitz Ihrer Persönlichkeit, können sich fast ein Leben lang neu organisieren. Asendorpf legt sich da fest. Er sagt, der Durchschnitt der Persönlichkeit stabilisiere sich erst mit 50 Jahren.

„Die Frage lautet nicht mehr: „Wer bin ich?“, sondern: „Wer könnte ich werden?“. Das Leben ist also eine Baustelle, und jeder kann selbst bestimmen, ob er an seinem Ich beständig weiterarbeitet, gar einen radikalen Umbau wagt, oder es mit den Jahren ein bisschen verkommen lässt.“ (Siefert/Weber, S.80)[1]

Persönlichkeit erforschen

Ein Werkzeug, um sich besser auf die Schliche zu kommen ist die Betrachtung der eigenen Person anhand der „Psychologischen Ebenen“. Robert Dilts, amerikanischer Psychologe hat die psychologischen Ebenen für die psychologische Arbeit, vor allem im Bereich der Therapie, optimiert.

Gehen Sie die psychologischen Ebenen von unten nach oben durch und beantworten Sie die dazugehörigen Fragen. Das ist die erste Stufe der wirksamen Arbeit an und mit sich selbst. Hier arbeiten Sie bewusst. Achten Sie dabei auf die Wahl Ihrer Worte. Identifizieren Sie sogenannte Schlüsselwörter (entscheiden Sie spontan).

  • Ebene Umwelt
    Wo befinden Sie sich – Zuhause, Arbeit, Freizeit
  • Ebene Handlung
    Was tun Sie? – Zuhause, Arbeit, Freizeit
  • Ebene Fähigkeiten
    Was können Sie besonders gut?
  • Ebene Werte
    Was ist Ihnen wichtig?
  • Ebene Identität
    Wer sind Sie? Wie beschreiben Sie Ihre Persönlichkeit?
  • Ebene Zugehörigkeit
    Wem oder was fühlen Sie sich zugehörig? – Berufsgruppe? Religion? Saat?…

Zu dem, was Ihr Unterbewusstsein will, kommen wir später. Und das wird dann richtig spannend. Die dazugehörige Methode ist es ebenfalls: Picture Story Exercise. Jetzt erst mal die Psychologischen Ebenen.

Hier klicken zum Arbeitsblatt “Psychologische Ebenen – sich selbst besser kennen lernen”
Hier klicken zu weiteren Informationen “Persönlichkeit
Hier klicken zum Ziele-Workbook: komplettes Selbst-Coaching kompakt

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[1] Werner Siefert, Christian Weber: Ich – wie wir uns selbst erfinden, Piper, 2008

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