Brustschmerzen - zum Glück meist ungefährlich

Zu Beginn der Wechseljahre treten Brustschmerzen besonders häufig auf, da in dieser Phase Östrogen oft im Überschuss vorliegt und Wassereinlagerungen begünstigt.
Foto: djd/Progestogel/thxSchmerzen, ein Ziehen oder Spannungsgefühle in der Brust haben viele Frauen schon einmal gespürt. Manchmal lassen sich auch winzige Knoten oder verhärtete Stellen ertasten. Schnell befürchten die Betroffenen dann eine ernste Krankheit, aber glücklicherweise verbergen sich meist harmlose Gründe dahinter.

Oft sind Hormone die Ursache

Nicht selten sind Störungen im hormonellen Gleichgewicht die Ursache für Brustschmerzen. So tritt das unangenehme Spannen oft kurz vor der Menstruation auf. Während normalerweise in dieser Zeit das Gelbkörperhormon Progesteron (progesteron.de) dominant ist, tritt besonders bei Frauen ab Mitte 30 oft ein Überschuss an Östrogen auf. Dadurch werden Wassereinlagerungen im Bereich von Oberschenkeln, Po, Bauch und Brüsten begünstigt. Das zarte Brustgewebe reagiert darauf sehr empfindlich und kann dann schmerzen, ziehen oder spannen. In der Fachsprache nennt man das eine prämenstruelle Mastodynie.

Brustschmerzen im Klimakterium

Ein Zuviel an Östrogen tritt oft auch am Anfang des Klimakteriums auf. Denn meist fällt der Progesteronwert ab, da immer seltener ein Eisprung stattfindet. Das zunächst weiterhin normal produzierte Östrogen liegt dann im Überschuss vor und kann wiederum Wasseransammlungen im Gewebe hervorrufen, die Brustschmerzen auslösen. Auch zu gutartigen Gewebeveränderungen kann es kommen, die sich in Verhärtungen und Knötchenbildung äußern. Außerdem können die Brustwarzen helles Sekret absondern. Dieses Phänomen - die sogenannte Mastopathie - ist jedoch in den meisten Fällen ebenfalls harmlos und geht nach den Wechseljahren wieder zurück. Lindern lassen sich die lästigen Brustbeschwerden bis dahin etwa mit einem Progesteron-Gel, zum Beispiel Progestogel. Dieses konnte in Studien bei vier von fünf Betroffenen die Brustschmerzen merklich bessern und zeigte eine hohe Verträglichkeit.

Um die eigene Gesundheit kümmern

Obwohl die meisten typischen Brustbeschwerden harmlose Ursachen haben, sollten Frauen stets gut auf ihre Brustgesundheit achten. Regelmäßige Vorsorgetermine beim Frauenarzt sind deshalb Pflicht, damit etwaige Erkrankungen rechtzeitig diagnostiziert und behandelt werden können. Zusätzlich ist es wichtig, aufmerksam mit dem eigenen Körper umzugehen und auf Signale zu achten. Sehr häufig werden eventuell bösartige Erkrankungen der Brust nämlich von den Patientinnen selbst zuerst gefunden. Dabei kann eine monatliche Selbstuntersuchung gute Dienste leisten, die am günstigsten kurz nach der Regelblutung vorgenommen werden sollte - nach den Wechseljahren an einem festen Datum im Monat. Eine Anleitung für die Selbstuntersuchung der Brust gibt es etwa unter (hormontherapie-wechseljahre.de) zum kostenlosen Download. Sie steht auch als Smartphone-App (kade.de/Selbstuntersuchung) mit vielen Extras wie einer Erinnerungsfunktion und Hintergrundinformationen zur Verfügung. Bemerkt man verdächtige Symptome wie Knoten, sollte ein Gynäkologe hinzugezogen werden.

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